LEADER in der VoglerRegion gestartet

Die Vorbereitungen für die aktuelle Förderperiode sind abgeschlossen: Lokale Aktionsgruppe (LAG) läutet Projektarbeit mit Sitzung im Kloster Amelungsborn ein. Landesbeauftragte Karin Beckmann übergibt Förderbescheid für das Regionalmanagement und sagt Unterstützung des Landes zu.

Bereits im April 2015 hat Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer Landrätin Angela Schürzeberg und dem LAG-Vorsitzenden Harald Stock die Urkunde über die Anerkennung als LEADER-Region übergeben. LEADER ist ein EU-Förderprogramm zur Entwicklung ländlicher Räume, bei dem die Bürgerbeteiligung ein zentrales Element ist. Der LEADER-Region stehen in den kommenden Jahren 2,4 Mio. Euro für Maßnahmen zur Verfügung, die der Umsetzung des „Regionalen Entwicklungskonzeptes“ (REK) dienen. Dieses wurde unter Beteiligung von über 300 Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet und bildet die Grundlage für die Arbeit der LAG.

Vor der konkreten Projektförderung war allerdings eine Reihe von organisatorischen und formalen Vorbereitungen notwendig. So übergab die Landesbeauftragte unmittelbar vor der Sitzung den Förderbescheid für die Beauftragung des Regionalmanagements, woraufhin die Landrätin den Vertrag mit der Firma MCON unterzeichnen konnte. MCON war bereits in der vergangenen LEADER-Förderperiode als Regionalmanagement der VoglerRegion tätig und hat auch das aktuelle REK zusammen mit den Akteuren vor Ort erarbeitet hat. Dieter Meyer und sein Team stehen der LAG damit weiterhin bei der Umsetzung von Projekten zur Entwicklung der Region unterstützend zur Seite.

Und so freute sich der Vorsitzende Stock mit den LAG-Mitgliedern, „dass es nun wieder los geht“. Zu den Gästen zählte auch die Landesbeauftragte Karin Beckmann, die die Gelegenheit nutzte, um an diesem regional bedeutsamen Ort den Stellenwert des LEADER-Programms herauszustellen und auf die Erfolge der vergangenen Jahre zu verweisen. Das habe die Region insbesondere dem hohen Engagement und der guten Zusammenarbeit der Akteure zu verdanken. Auch für künftige Erfolge im regionalen Entwicklungsprozess sei dies vonnöten. Weiterhin sagte Beckmann der LAG die Unterstützung von Seiten des Landes zu und wünschte den Akteuren „Mut und die Bereitschaft, die Entwicklung der Region trotz schwieriger Rahmenbedingungen selbst in die Hand zu nehmen“.

Ein großes Potenzial wird dabei im Bereich Tourismus gesehen. Mit der Gründung der Solling-Vogler-Region im Weserbergland zur touristischen Vermarktung über die Gemeindegrenzen hinweg sowie der touristischen Ausrichtung bei der Umsetzung des Modellvorhabens LandZukunft konnten bereits sichtbare Erfolge erzielt werden. Petra Wegener, Geschäftsführerin des „Weserbergland Tourismus e. V.“, präsentierte den LAG-Mitgliedern das aktuelle „Tourismuskonzept Weserbergland“. Als Strategie für die touristische Dachmarke Weserbergland markiert dieses Eckpunkte für die künftige Arbeit der LEADER-Region im Bereich Tourismus. Wegener gab der LAG auch gleich noch einige hilfreiche Anregungen und Projektideen mit auf den Weg: So könnte beispielsweise die Regionalmarke „Echt! Solling-Vogler-Region“ noch stärker ausgebaut sowie ein einheitliches touristisches Leitsystem entwickelt und umgesetzt werden.

Darüber hinaus sind in den kommenden Jahren Maßnahmen in den Themenfeldern „Landschaftswerte“, „Innenentwicklung & regionale Baukultur“ sowie „Mobilität & Erreichbarkeit“ vorgesehen. Eines sollen alle Projekte dabei gemeinsam haben: Einen Beitrag leisten zur Schaffung einer attraktiven, lebenswerten (Freizeit-)Region sowohl für Einheimische als auch für Gäste.

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