Projekt "Der Region ein Gesicht geben - Machbarkeitsstudie"

Laufzeit: 15.11.2016 - 17.11.2017

Durchführungsort/ -gebiet: Landkreis Holzminden

Projektträger: HAWK - ZZHH

Projektinhalte:

Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft stärken ist prioritäres Entwicklungsziel des Landkreises Holzminden. Viele Projekte und Prozesse an denen sich eine Vielzahl von Menschen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft beteiligt haben, wurden hierzu in den vergangenen Jahren initiiert.  Als größtes Hindernis für den Erfolg dieser Maßnahmen  wird seit einigen Jahren vor allem das Binnenimage der Region identifiziert. Es ist sehr stark defizitorientiert. Nicht ohne Grund ist die Erhöhung der Regionalen Identität als ein handlungsfeldübergreifendes Ziel im REK benannt worden. Künftige Veränderungsprozesse werden nur erfolgreich sein, wenn es langfristig zu einer positiven Haltung aller engagierten Personen gegenüber ihrer Region kommt und dieses entsprechend professionell kommuniziert wird. Dabei muss sich die Kommunikationsstrategie am Image der Bevölkerung zu ihrer Region orientieren, wenn sie erfolgreich umgesetzt werden soll.

Ziel der Studie ist es, eine vertiefende wissenschaftliche Analyse von regionalen Wahrnehmungsmustern durchzuführen. Gibt es in verschiedenen Gruppierungen unterschiedliche Einstellungen zu der Region? Welche Einflussfaktoren prägen die Wahrnehmung? Welche positiven Kompetenzen, Symbole und Entwicklungspotenziale lassen sich identifizieren? Wie lassen diese sich in eine Kommunikationsstrategie einbinden, die einen positivere Selbstwahrnehmung zur Folge hat?

Die Studie ist zweistufig aufgebaut. In einer ersten Erhebungsstufe werden standardisierte Interviews mit ca. 30 regionalen Experten aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik durchgeführt. Gemeinsame Wahrnehmungsmuster und ihre Bestimmungsfaktoren werden identifiziert, sowie Symbole/Kompetenzen, die zu einer positiveren Wahrnehmung führen, herausgearbeitet. Die Auswertung erfolgt anhand anerkannter sozialwissenschaftlicher Methoden.

Die Ergebnisse werden  in einer zweiten Erhebungsphase zur Analyse des Eigenimage herangezogen. Es werden repräsentative Stichprobenerhebungen (ca.400) auf Ebene der Zivilbevölkerung sowie der Wirtschaft, Politik und Verwaltung durchgeführt.  Am Ende dieser Erhebungen werden neben den positiv besetzen Imagesymbolen für die Region auch soziokulturelle bzw. soziodemografische Gruppen/ „Milieus“ identifiziert.  Die Kenntnis dieser Milieus erlaubt nicht nur eine zielgruppengerechte Entwicklung der Kommunikationsstrategie sondern auch die Nutzung effektiver Kommunikationsmedien und –pfade.

Die maximale Förderhöhe für das Projekt liegt bei 20.000 €, daraus ergibt sich ein Fördersatz von 31%. Die Kofinanzierung der baren Projektkosten wird vom Landkreis Holzminden erbracht, der Antragssteller erbringt als eigenen Anteil unbare Leistungen, die nicht in die förderfähigen Kosten einbezogen werden.