Ein „Eigenheim“ für Bienen – Bauanleitung

Die Auswahl sogenannter „Insektenhotels“ im Handel ist nahezu unendlich groß. Es werden sogar richtige „Luxus-Immobilien“ zu hohen Preisen angeboten, die teilweise den Bedürfnissen an eine Nisthilfe nicht gerecht werden. Einen exemplarischen Testbericht zu einem handelsüblichen Insektenhotel finden Sie auf der Seite „Faszination Wildbienen“ > Artenschutz > Verbesserung Nisthilfen > Ein Test käuflicher Nisthilfen. Hier finden Sie auch weitere hilfreiche Informationen rund um Wildbienen.

MERKE! Der Begriff „Insektenhotel“ wird seinem eigentlichen Nutzen nicht gerecht. Die potenziellen Bewohner richten sich nämlich regelrecht häuslich ein und besiedeln die Nisthilfe für einen längeren Zeitraum und nicht nur für einen kurzen „Hotelbesuch“. Die Bezeichnung Insektenhaus ist daher passender, sodass wir diese folgend verwenden.

Doch nun zur Bauanleitung für ein solches Insektenhaus:

Sie brauchen:

- wenige (günstige) Materialien: Bambusstangen, Watte oder Baumwolle, trockene Baumstämme (Laubholz, ca. 20cm dick) und ggf. Lochziegel

- Werkzeug: Bohrmaschine und Holzbohrer (zwischen 3mm und 10mm)

- ein bisschen handwerkliches Geschick

Eine Videoanleitung vom NABU zum Bau finden Sie hier.

Wichtige Hinweise!

- Die Bambusstangen müssen an der hinteren Seite verschlossen werden (nutzen Sie dafür Watte oder Baumwolle).

- Die Bohrungen in den Baumstämmen dürfen zwischen 5 – 10 am tief sein. Und am besten quer zur Holzmaserung, sprich ins Längsholz, bohren. Somit erreicht man ein größeres Artenspektrum in dem Insektenhaus.

- Achten Sie darauf, dass die Löcher in den Bambusstangen und den Baumstämmen frei sind, d.h. keine Fasern oder Späne den Eingang versperren.

Viel Freude beim Bauen und an den neuen Bewohnern in Ihrem Garten!

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