Insekt des Monats:
Maulwurfsgrille

Wissenschaftlicher Name: Gryllotalpa

Ordnung: Heuschrecken

Familie: Maulwurfsgrillen

Größe: bis zu 6 cm

Merkmale:

Die Maulwurfsgrille ist gelblich braun gefärbt und der ganze Körper ist mit feinen kurzen Haaren besetzt. Die Vorderbeine dienen als Grabbeine und sind daher stark verbreitert. Auf der Stirn sind zusätzliche Punktaugen.

Vorkommen:

Die Maulwurfsgrille ist in ganz Mitteleuropa verbreitet, in Niedersachsen jedoch nur noch spärlich zu beobachten. Da sie in vielen Regionen stark verfolgt wird, ist sie bundesweit auf der Roten Liste als „stark gefährdet“ eingestuft.

Lebensraum (Habitat):

Die Maulwurfsgrille bevorzugt Feuchtigkeit, sodass sie häufig an Moor- und Flussniederungen anzutreffen ist. Sie lebt unterirdisch und ist manchmal auch in Gärten zu beobachten.

Lebensweise:

Die Maulwurfsgrille bewegt sich mit ihren zu Grabbeinen angelegten Vorderbeinen geschickt durch ihre unterirdisch angelegten Gänge. Dieses Talent verleiht ihr auch ihren Namen. Im Gegensatz zu anderen Heuschrecken, verfügt die Maulwurfsgrille über kein Sprungvermögen. Sie überwintert als Larve oder auch als ausgewachsenes Tier und paart sich im Sommer. Zudem ist die Maulwurfsgrille nachtaktiv.

 

Hässlich, aber harmlos. So kann die Maulwurfsgrille umschrieben werden. Im Garten bevorzugt sie lockere Böden, wie es sie beispielsweise im Gemüsebeet gibt, in welchen sie nachts meterlange Gänge anlegt. Die Einsaat oder Jungpflanzen können daher schon mal durcheinandergebracht werden. Jedoch sollte man sich bei einem geringen Bestand über diese seltenen Bewohner freuen, anstatt Sie zu vernichten.
Wenn der Bestand in Ihrem Garten doch zu übermäßig wird, nutzen Sie Lebendfallen und setzen Sie die Maulwurfsgrillen in der freien Natur aus.

Helfen Sie mit, die Artenvielfalt zu erhalten!

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