Insekt des Monats:
Westliche Honigbiene, lat. Apis mellifera

In der Rubrik "Insekt des Monats" wird über ein Jahr lang jeden Monat ein Insekt vorgestellt. Neben Informationen zum Aussehen wird u. a. auch etwas zur Lebensweise des jeweiligen Insekts erzählt. Den Anfang in dieser Rubrik macht die Westliche Honigbiene.

Ordnung:  Hautflügler

Familie:  Apidae

Größe und Flügelspannweite:

Arbeiterinnen  11 - 14mm
Drohnen  12 - 16mm
Königinnen  14 - 20mm
Flügelspannweite  18 - 24mm

Merkmale:

Der Körperbau ist typisch für eine Biene. Der Kopf und der Brustbereich sind stark behaart. Die Grundfarbe des Körpers ist braun, die Augen sind schwarz und das Hinterleibselement hat quer verlaufende Haarbinden, was ihnen das typisch gestreifte Aussehen verleiht. Die Drohnen, männliche Biene, sind größer und haben deutlich größere Augen als die Arbeiterinnenbienen. Die Königin sehen den Arbeiterinnen ähnlich, haben jedoch einen stark verlängerten Hinterleib. Meistens sieht man nur die Arbeiterinnen außerhalb des Bienenstocks.

Vorkommen:

Von März bis Oktober in ganz Deutschland.

Lebensraum (Habitat):

Die Westliche Honigbiene ist auf Wiesen, an Weges- und Feldrändern, in Gärten und überall, wo es geeignete Blütenpflanzen (ungefüllt) für die Aufnahme von Pollen und Nektar gibt, anzutreffen.

Lebensweise:

Die Westliche Honigbiene lebt immer in großen Staaten mit bis zu 80.000 Individuen. Die Eier legt eine einzige Bienenkönigin. Die Aufzucht übernehmen die Arbeiterinnen in den aus Bienenwaben. Hier wird auch der aus Nektar und Pollen entstehende Honig gelagert, der dem Bienenvolk ursprünglich als Nahrungsreserve für den Winter diente. Seit nunmehr 7.000 Jahren hält der Mensch die Honigbiene gezielt zur Produktion von Honig. Jedoch ist seit geraumer Zeit ein deutlicher Rückgang der Gesamtpopulation zu beobachten. Mögliche Ursachen sind u. a. das DWV (Deformed Wing Virsu = Flügeldeformationsvirus), der Einsatz von Insektiziden und die Übermäßige Monotonie der heimischen Agrarlandschaften.

Sie können der Westlichen Biene und allen anderen Nektar und Pollen sammelnden Insekten helfen, indem Sie in Ihrem eigenen Garten Blumen mit ungefüllten Blüten bevorzugen, ungepflegte Bereiche zulassen und Nisthilfen für Bienen zur Verfügung stellen.

Helfen Sie mit, die Artenvielfalt zu erhalten!

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