Projekt "Baukulturdienst Leine-Weser"

Laufzeit: 11.06.2018 - 15.01.2022

Durchführungsort/ -gebiet: Landkreise Schaumburg, Hameln-Pyrmont, Hildesheim und Holzminden

Projektträger: IG Bauernhaus e.V.

Projektinhalte:

Der Baukulturdienst Leine-Weser wendet sich an Eigentümer und Bewohner regionaltypischer sowie ortbildprägender Gebäude und soll diesen eine unabhängige Beratung zur Aufwertung bzw. Sicherung der Bausubstanz bieten. Somit soll nicht nur ein Beitrag zum Erhalt der Gebäude geleistet, sondern auch ein gepflegtes Ortsbild als Grundlage einer touristischen Entwicklung hergestellt werden. Zudem steigt die regionale Wertschöpfung durch die Vergabe von Aufwertungsmaßnahmen an örtliche Handwerker.

Im Weser-Ems-Gebiet ist der Monumentendienst als „Info- und Wartungsdienst für historische Gebäude“ bereits seit 2004 erfolgreich tätig. Während dieser Dienst nur den Eigentümern denkmalgeschützter Gebäude zur Verfügung steht, wurden durch den „Monumentendienst Weserbergland“ im Rahmen des Bundesmodellvorhabens LandZukunft auch nicht denkmalgeschützte regionaltypische Gebäude einbezogen. Aufgrund der guten Erfahrungen aus der Erprobung bei LandZukunft wurde eine Fortführung des Monumentendienstes als Schlüsselinitiative in das Regionale Entwicklungskonzept der VoglerRegion aufgenommen. In der Kooperationsvereinbarung der LEADER-Regionen in der Weserbergland-plus-Region wird die Förderung ortsbildprägender Bausubstanz als ein gemeinsames Thema identifiziert, und auch die Kooperationsvereinbarung mit der Region Leinebergland hebt es besonders heraus. So wurde auf der Grundlage der Erfahrungen der Monumentendienste zusammen mit den Kooperationspartnern (Landkreise Schaumburg, Hameln-Pyrmont, Hildesheim und Holzminden) der Baukulturdienst Leine-Weser entwickelt. Eine besondere Rolle nahm dabei der bundesweit agierende IG Bauernhaus e.V.  mit der Beratungsstelle in Apelern-Soldorf (Landkreis Schaumburg) ein, der die Projektträgerschaft übernehmen wird. Die Federführung im LEADER-Kooperationsprojekt liegt bei der LAG Westliches Weserbergland. Im Landkreis Hildesheim gibt es keine LEADER-Region; er wird sich außerhalb der förderfähigen Kosten für die Inspektionen beteiligen. Die Kostenaufteilung erfolgt anhand des jeweils vorhandenen Gebäudebestands mit Baujahr vor 1919.

Der Baukulturdienst soll seinen Sitz in der Beratungsstelle in der Alten Schule Soldorf haben. Hier wird die Projektleitung angesiedelt sein. Die Beratungen werden durch Honorarkräfte durchgeführt, die die für die "Inspektoren" nötigen Qualifikationen vorweisen können oder im Rahmen der geplanten Schulungen erworben haben. Die Leistungen des Baukulturdienstes umfassen Gebäude- und Bauteilinspektionen mitsamt eines ausführlichen Berichts mit Handlungsempfehlungen, aber auch die Vermittlung von Baustoffen, Erstberatungen im Rahmen von Sprechstunden sowie Vorträge/Publikationen. Grundlage der Berechnungen sind jährlich 100 Inspektionen im Projektgebiet.